24 h erreichbar – rund um die Uhr · Wien & Umgebung
Ratgeber

Matratze transportieren – sauber und ohne Knick

Matratzen sind sperrig, empfindlich und landen ohne Schutz garantiert an der Stiegenhauswand. So nicht.

Schutzhülle ist Pflicht

Matratzen ziehen Schmutz magisch an: Eine Folienhülle (gibt's günstig in Matratzengrößen) oder zwei zusammengeklebte Malerfolien schützen vor Stiegenhaus, LKW-Boden und Regen. Wir haben Hüllen standardmäßig dabei.

Tragen und biegen: was erlaubt ist

Kaltschaum und Latex dürfen kurz gebogen werden (enge Stiegen!), Federkern nicht – er knickt dauerhaft. Boxspring-Unterbauten sind faktisch Möbel: zu zweit tragen, hochkant durch Türen zirkeln.

Im Fahrzeug: liegend oder stramm hochkant

Ideal liegt die Matratze flach auf Kartons oder Möbeln; hochkant nur fest verkeilt, sonst arbeitet sie sich schief. Nie aufs Dach eines PKW – das endet regelmäßig auf der Autobahn und im Polizeibericht.

Durch das Stiegenhaus: die Route vorher abgehen

Im Wiener Altbau ist die Matratze oft breiter als jeder Stiegenlauf – getragen wird sie deshalb hochkant auf der Schmalseite, eine Person vorne, eine hinten. Gehen Sie die Route vorher einmal ohne Last ab: Wo sind Fenster, Lampen, Geländerknäufe im Weg?

In engen Wendelstiegen hilft der Trick, die Matratze über die Innenkante des Geländers zu führen, statt sie durch den Lauf zu zwängen. Passt sie in den Lift, dann diagonal gestellt – vorher Kabinenhöhe messen, viele Altbau-Aufzüge enden bei 200 cm. Stoffgriffe an einer guten Hülle erleichtern das Zirkeln spürbar.

Topper, Lattenrost und Bettzeug

Der Topper wird getrennt transportiert: locker gerollt, mit zwei Gurten oder Schnüren fixiert – nur kurzzeitig, Schaum verzeiht Tage, keine Wochen. Lattenroste binden Sie zusammen oder falten die Rollvariante; verstellbare Modelle vorher in Nullstellung bringen und die Fernbedienung abnehmen.

Bettdecken und Polster sind ideales Füllmaterial: in große Kartons oder saubere Säcke, damit im LKW Lücken stopfen und empfindliche Möbelkanten polstern. Die Bettwäsche für die erste Nacht kommt beschriftet ganz oben hinein – der erste Handgriff am Abend. Kopfpolster aller Schlafplätze gehören in denselben Karton.

Die Schäden, die erst später auffallen

Folie muss am Abend weg

Eine Matratze in einer dichten Hülle schwitzt. Sie kommt aus einer bewohnten, warmen Wohnung und steht am Abend in einem Raum, der wochenlang leer und kühl war. Unter der Folie sammelt sich Feuchtigkeit, und bleibt sie zwei Tage darin, riecht der Schaum danach muffig. Hülle also noch am selben Abend abnehmen, auch wenn das Bett erst morgen aufgebaut wird.

Kopfende markieren

Kleben Sie vor dem Verpacken einen Streifen Malerkrepp auf die Oberseite am Kopfende. Nach dem Umzug weiß niemand mehr, wie die Matratze vorher lag, und wer sie gedreht wieder auflegt, schläft plötzlich in der falschen Mulde. Bei zwei gleich aussehenden Matratzen im Doppelbett gilt das doppelt: ein Streifen links, zwei rechts, das reicht als Kennzeichnung.

Der Boden darunter

Für die erste Nacht landet die Matratze oft direkt auf dem Boden. Auf kaltem Estrich oder altem Parkett bildet sich darunter über Nacht Kondenswasser, im Winter deutlich sichtbar. Legen Sie zumindest flach gefaltete Kartons oder gleich den Lattenrost darunter, damit Luft zirkuliert, und stellen Sie die Matratze am Morgen hochkant an die Wand, bis der Rahmen steht.

Bett abbauen und wieder aufbauen

Bevor der erste Schraubenschlüssel angesetzt wird, machen Sie drei Fotos vom Bettrahmen: von der Seite, von der Verbindung am Kopfteil und vom Mittelfuß unter der Mitte. Alle Beschläge, Winkel und Schrauben kommen in einen Beutel, der mit Klebeband direkt an eine Rahmenwange geklebt wird, nicht in die Werkzeugkiste. Der Mittelholm ist das Teil, das am häufigsten fehlt, weil er als Letztes ausgebaut wird und dann irgendwo an einer Wand lehnen bleibt.

In der neuen Wohnung steht der Rahmen, bevor die Matratze in den Raum kommt. Bis dahin lehnt sie hochkant im Vorraum an der Wand, nicht flach im Schlafzimmer, wo sie jeden Handgriff blockiert. Dann Lattenrost einlegen, Verstellbeschläge in Nullstellung prüfen, Matratze auflegen, und erst danach den Karton mit der Bettwäsche öffnen. Stand die Wohnung lange leer, lüften Sie den Raum eine Stunde, bevor Sie beziehen.

Häufige Fragen

Die alte Matratze soll weg – wohin damit?

In Wien können Sie sie selbst wegbringen – oder gleich uns mitgeben: Bei Umzügen nehmen wir Altmatratzen gegen kleinen Aufpreis einfach mit. Ein Weg weniger.

Neue Matratze direkt in die neue Wohnung liefern lassen?

Die eleganteste Lösung: die alte ausmustern, die neue ans Zielbett liefern lassen – so entfällt der Matratzentransport komplett. Den Zeitplan stimmen wir gern darauf ab.

Kann ich die Matratze wie beim Neukauf rollen?

Nein – die enge Rollung ab Werk entsteht maschinell unter Vakuum und ist nur für den einmaligen Neuversand gedacht. Händisches Rollen knickt Kaltschaum und beschädigt Federkern dauerhaft. Erlaubt ist nur kurzes Biegen beim Tragen; transportiert wird flach oder sauber verkeilt hochkant. Die Werksrolle einer neuen Matratze übrigens binnen weniger Tage auspacken.

Wie transportiere ich ein Wasserbett?

Gefüllt gar nicht. Ein Wasserbett muss vorher fachgerecht abgelassen werden, und das macht ein Betrieb, der sich mit dem System auskennt, nicht wir. Erst wenn die Kerne leer und die Folien trocken sind, ist das Bett ein normales, wenn auch sperriges Möbelstück. Planen Sie dafür einen eigenen Termin vor dem Umzugstag ein.

Was mache ich mit dem Matratzenbezug?

Abziehbare Bezüge nehmen Sie einige Tage vorher ab und waschen sie, dann trocknen sie in Ruhe und reisen zusammengefaltet in einem Karton. Eine Matratze mit frisch gewaschenem, noch klammem Bezug in eine Folienhülle zu stecken, ist die sicherste Methode, am Zielort einen Geruch zu haben, den man so schnell nicht mehr los wird.

Kostenlose Besichtigung vereinbaren

Rufen Sie an oder schreiben Sie uns – Sie erhalten rasch einen Termin und danach Ihren schriftlichen Fixpreis.

☎ Jetzt anrufen WhatsApp