VertiefungAltbau-Praxis: die typischen Stolperstellen und ihre Lösungen
Die gewendelte Stiege
Das klassische Wiener Altbau-Problem: enge, gewendelte Stiegenhäuser mit niedrigen Durchgängen am Halbstock. Sofas, Schränke und Matratzen über 140cm Breite werden hier zur Geometrie-Aufgabe. Unsere Lösung: vorher kritische Maße nehmen – engste Stelle der Stiege, Türstockhöhen, Geländerabstand – und Möbel gegebenenfalls auf Anfrage zerlegen. Was sich nicht zerlegen lässt, planen wir mit zusätzlichem Personal und Tragegurten durch.
Hohe Decken, große Möbel
Altbauwohnungen mit 3,5 Metern Raumhöhe beherbergen oft entsprechend hohe Kästen und Regale – die in der Neubauwohnung mit 2,5 Metern schlicht nicht stehen können. Messen Sie vor dem Umzug die Deckenhöhe am neuen Standort und vergleichen Sie mit Ihren höchsten Möbeln. Diese Erkenntnis vor dem Umzugstag erspart böse Überraschungen – und eröffnet die Option, Aussortiertes gleich über unsere Entrümpelung mitzugeben.
Pawlatschen, Innenhöfe, Lichthöfe
Viele Gründerzeithäuser haben Wohnungseingänge über offene Gänge im Innenhof. Das verlängert den Trageweg und macht ihn wetterabhängig. Wir kalkulieren solche Wege bei der Besichtigung mit ein und schützen bei Regen empfindliche Stücke mit Folie und Decken.
Parkett und Stuck schützen
Originalparkett aus der Gründerzeit verzeiht keine Kratzer, und der Vermieter erst recht nicht. Wir legen Laufwege mit Schutzvlies aus und polstern Türstöcke an Engstellen. Beim Auszug zahlt sich das doppelt aus: Eine schadenfreie Übergabe sichert die Kaution.
Der Mini-Lift
Viele nachgerüstete Altbau-Aufzüge fassen zwei Personen und einen Karton – für Möbel sind sie nutzlos. Rechnen Sie solche Lifte realistisch als „kein Lift" für alles Sperrige. Bei der Besichtigung testen wir, was tatsächlich hineinpasst, und planen den Rest über die Stiege. Genau diese Erfahrung aus hunderten Wiener Altbauten ist der Grund, warum unsere Fixpreise am Umzugstag halten.